Hauptinhalt

Gesundheitsvorsorge | 27.02.2018 | 16:20

TBC-Fall in Salurn: Keine Gefahr für die Bevölkerung

Nach dem TBC-Fall in Salurn wurden vom Dienst für Pneumologie im Südtiroler Sanitätsbetrieb alle nötigen Vorsorgemaßnahmen in die Wege geleitet. Heute fand auf Einladung der Gemeinde Salurn ein Informationstreffen für die Angehörigen der Besucher der Salurner Betreuungsstruktur statt. Ziel war es, fachliche Informationen zu geben und Fragen und Unsicherheiten zu klären.

Dem TBC-Patienten im Krankenhaus Bozen geht es den Umständen entsprechend gutZoomansichtDem TBC-Patienten im Krankenhaus Bozen geht es den Umständen entsprechend gut

In einer Betreuungsstruktur für Kinder war in der vergangenen Woche ein TBC-Fall festgestellt worden. Die betroffene erwachsene Person befindet sich derzeit auf der Infektionsabteilung des Bozner Krankenhauses, es geht ihr den Umständen entsprechend gut.

Vom Dienst für Pneumologie im Südtiroler Sanitätsbetrieb wurden umgehend den Grundlage der Leitlinien des italienischen Gesundheitsministeriums entsprechend prophylaktische Schritte für die Betroffenen eingeleitet. Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung.

Alle Personen, die sich in der Betreuungseinrichtung aufgehalten haben, wurden einer Blutprobe unterzogen, die Ergebnisse werden in den nächsten Tagen erwartet. Es folgen in diesen Tagen pneumologische Visiten, radiologische Kontrollen und für die Kinder flächendeckende medikamentöse Prophylaxe-Behandlungen. Die Desinfektion der Räumlichkeiten ist nicht erforderlich, da es sich bei der Tuberkulose um eine Tröpfcheninfektion, ähnlich einer Grippeansteckung, handelt.

Primar Paolo Pretto des Pneumologischen Dienstes bestätigt: „Es handelt sich hierbei um einen Einzelfall, der Betrieb hat sofort mit Kontrollen und Bekämpfungsmaßnahmen begonnen. Es besteht deshalb kein Anlass zur Sorge, unser Fachpersonal überwacht die Maßnahmen detailliert.“

Die Tuberkulose (von lateinisch tuberculum ‚kleine Geschwulst‘) ist eine weltweit verbreitete bakterielle Infektionskrankheit, die durch verschiedene Arten von Mykobakterien verursacht wird und beim Menschen am häufigsten als Lungentuberkulose die Lungen befällt. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch Tröpfcheninfektion von erkrankten Menschen in der Umgebung. Durch Husten entsteht ein infektiöses Aerosol, das seine Ansteckungsfähigkeit durch Sedimentation, Durchlüftung und natürliche UV-Lichtquellen verliert.

Informationen für die Medien
Abteilung Kommunikation, Marketing und Bürgeranliegen des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Tel. 0471 907139

(SF)



Andere Mitteilungen dieser Kategorie