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Südtiroler Sanitätsbetrieb | 28.01.2019 | 17:02

Fragebogen: Übersetzungsfehler wird behoben

Bürgerinnen und Bürger haben den Südtiroler Sanitätsbetrieb darauf aufmerksam gemacht, dass innerhalb eines Fragebogens der Kinder- und Jugendpsychiatrie auch die „Rasse“ abgefragt wird. Geschuldet ist dieser Begriff einem Übersetzungsfehler des weltweit standardisierten Original-Fragebogens in Englisch. Das Formular wird nun umgehend überarbeitet.

Foto: @VRD - FotoliaZoomansichtFoto: @VRD - Fotolia

Der genannte Fragebogen entspricht der international anerkannten „Child Behavior Checklist“ (CBCL) und ist eines der Bewertungsinstrumente im diagnostischen Prozess bei jungen Patientinnen und Patienten mit neuropsychiatrischen Beschwerden. Der Fragebogen ist ein anerkanntes und von vielen wissenschaftlichen Institutionen empfohlenes Instrument – einschließlich der italienischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendneuropsychiatrie (Società Italiana di Neuropsichiatria dell’Infanzia e dell’Adolescenza - SINPIA).

Die „Child Behavior Checklist“ ist Teil des am ASEBA- Institut (Achenbach System of Empirically Based Assessment) in Burlington, USA entwickelten Systems von Fragebögen. Da diese Fragebögen in mehr als 60 Sprachen übersetzt werden, können interkulturelle Vergleiche vorgenommen werden. Fragen zur Herkunft und kultureller Herkunft der jungen Patientinnen und Patienten sind also nicht nur wesentlich für eine individuelle Behandlung, sondern auch für eine weltweite wissenschaftliche Vergleichbarkeit.
Allerdings, so SABES-Generaldirektor Florian Zerzer, hätte der englische Begriff „race“ niemals mit „Rasse“ übersetzt werden dürfen: „In Europa wird dieser Begriff anders verstanden und wahrgenommen als etwa in den USA. Im Namen des Südtiroler Sanitätsbetriebes entschuldige ich mich für die Verwendung in diesem Zusammenhang“, so SABES-Generaldirektor Florian Zerzer, „aber wie wir alle wissen, fallen, wo gehobelt wird, auch Späne und Fehler passieren leider. Ich danke den aufmerksamen Bürgerinnen und Bürgern, die uns darüber informiert haben. Der Übersetzungsfehler wird umgehend behoben.“


Informationen für die Medien:
Abteilung Kommunikation, Marketing und Bürgeranliegen des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Tel. 0471 907153

(PAS)



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