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[Covid-19-Impfung - Der Impfablauf]

Wer führt die Impfung durch?

Die Verabreichung muss auf jeden Fall durch geschultes ärztliches und pflegerisches Personal erfolgen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 01.02.2021

[Covid-19-Impfung - Der Impfablauf]

Was passiert mit den Impfdosen eines geöffneten Fläschchens, wenn vorgemerkte Personen nicht zum Impftermin erscheinen?

Zur Vermeidung der Verschwendung von Impfdosen werden diese am Ende des Tages, wenn sie nicht konservierbar sind, ausnahmsweise an Personen, die zu diesem Zeitpunkt anwesend sind, verimpft, immer auf der Grundlage der Prioritäten, wie sie vom nationalen Impfplan und nachfolgenden Empfehlungen vorgesehen sind. Das heißt, es können beispielsweise Personen geimpft werden, die in die gleiche Prioritätskategorie fallen bzw. zu Gruppen gehören, die auch bereits zur Impfung zugelassen sind.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 22.03.2021

[Covid-19-Impfung - Der Impfplan – wer wird wann geimpft?]

Wie oft muss geimpft werden?

Pfizer BioNtech: Man wird zweimal im Abstand von 21 Tagen geimpft. In besonderen Fällen kann bei der Anamnese der Abstand reduziert werden. Etwa eine Woche nach der zweiten Dosis ist der volle Impfschutz erreicht. 
Moderna: Man wird zweimal im Abstand von 28 Tagen geimpft. In besonderen Fällen kann bei der Anamnese der Abstand reduziert werden. Hier wird der volle Impfschutz zwei Wochen nach der zweiten Dosis erreicht.
Vaxzevria (ex AstraZeneca): Man wird zweimal im Abstand von 3 Monaten geimpft. Der volle Impfschutz ist zwei Wochen nach der zweiten Dosis erreicht. Personen unter 60 Jahren, denen die erste Impfdosis mit Vaxzevria verabreicht wurde, erhalten auf Grundlage des Rundschreibens des italienisches Gesundheitsministeriums vom 11.06.2021 die Zweitimpfung mit einem mRNA Impfstoff.
Johnson & Johnson: Es ist nur eine Impfdosis notwendig und der volle Impfschutz ist zwei Wochen nach der Impfung erreicht.

Da die Infektionszahlen steigen, ist eine Auffrischdosis (Booster) 4 Monate nach Beendigung des Impfzyklus sehr wichtig, auch für jene Personen, welche mit dem Impfstoff Janssen nur einmal geimpft wurden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 13.01.2022

[Covid-19-Impfung - Der Impfablauf]

Wieso sind die Abstände zwischen den beiden Impfdosen je nach Impfung unterschiedlich?

Das hängt einerseits von der Art ab, wie der Körper auf die Impfung reagiert, und andererseits von den Studien. Die Hersteller haben ihren Impfstoff getestet und geben daraufhin die wirkungsvollste Vorgehensweise vor.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 05.02.2021

[Covid-19-Impfung - Der Impfablauf]

Wenn man nach der ersten Dosis an Covid-19 erkrankt, erhält man noch eine zweite Dosis? Wie verhält es sich mit dem Green Pass?

Die Haltung des Gesundheitsministeriums ist, dass in diesem Fall die erste Dosis die Wirksamkeit nicht aufgebaut hat. Nach der ausreichend dokumentierten Genesung (mit PCR-Test) wird ein entsprechender Green Pass nach Genesung ausgestellt, der 6 Monate ab Genesung gültig ist. Mit Erhalt der zweiten Impfung wird der Impfzyklus abgeschlossen und ein Green Pass mit einer Gültigkeit von 9 Monaten ab der 2. Dosis ausgestellt.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Infovac; Stand: 13.08.2021

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]

Wie lange hält der Impfschutz an?

Zum derzeitigen Stand weiß man nicht genau, wann der Impfschutz endet, es sind noch klinische Studien dazu im Laufen. Die meisten Studien zu den Impfstoffen sehen vor, dass Geimpfte für 2 Jahre überwacht werden, um weitere Informationen über die Schutzwirkung zu erhalten.

Bisherige Daten zeigen eine progressive Verminderung des Impfschutzes nach circa 5-6 Monaten ab dem Erstzyklus. Aus diesem Grund ist nach dieser Zeit auch die Auffrischimpfung vorgesehen. Zum heutigen Zeitpunkt müssen auch Geimpfte die Hygienemaßnahmen einhalten.  

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco; Stand: 01.12.2021

[Covid-19-Impfung - Die Impfstoffe]

Wieviel kostet die Impfung?

Die Impfung ist kostenlos.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 08.01.2021

[Covid-19-Impfung - Der Impfplan – wer wird wann geimpft?]

Gibt es eine Impfpflicht?

Seit dem 8. Januar 2022 besteht eine Impfpflicht für alle, die mindestens 50 Jahre alt sind, bzw. bis zum 15. Juni 2022 das 50. Lebensjahr vollenden.

Für diejenigen, die in diese Altersgruppe fallen und vor dem Stichdatum 1. Februar 2022 noch nicht mit dem Erstimpfzyklus begonnen haben, oder ab dem 1. Februar 2022 die Abschlussdosis des Erstimpfzyklus (fristgerecht), bzw. die Auffrischungsdosis, nicht innerhalb der Gültigkeitsdauer des Green Passes durchgeführt haben, ist eine Geldstrafe in Höhe von 100 Euro vorgesehen.  

Öffentliche und private Bedienstete im Alter von 50 Jahren und mehr, benötigen ab dem 15. Februar 2022 den Super Green Pass für den Zugang zu ihren Arbeitsplätzen.

Quelle: Gesundheitsministerium, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 13.01.2021

[Covid-19-Impfung - Der Impfplan – wer wird wann geimpft?]

Welche Personen sollen nicht geimpft werden?

Bei akuter Erkrankung (Fieber, etc.) sollte die Impfung verschoben werden. Wer früher auf eine Impfung oder auf einen Bestandteil der Impfstoffe allergisch reagiert hat, sollte vor der Impfung seinen/ihren Hausarzt kontaktieren. Bei Personen, die kürzlich an COVID-19 erkrankt waren, ist eine Impfung möglich, es sollten aber drei Monate seit der Erkrankung vergangen sein. Eine Antikörperbestimmung vor der Impfung ist nicht nötig. Chronische Krankheiten oder die Einnahme von Medikamenten sind keine Kontraindikationen für die Impfung. Bei einer Immunschwäche oder einer immunsupprimierenden Behandlung kann die Wirksamkeit der Impfung möglicherweise vermindert sein. Aufgrund von fehlenden Daten und weil sie kaum schwer erkranken, werden Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren (Pfizer BioNTech) bzw. 18 Jahren (Moderna) nicht geimpft. Außerdem werden auf Grundlage des Rundschreibens des italienischen Gesundheitsministeriums vom 11.06.2021 Personen unter 60 Jahren die beiden Impfstoffe Vaxzevria und Johnson & Johnson nicht mehr verimpft. Sie erhalten einen mRNA Impfstoff. Das Rundschreiben des italienischen Gesundheitsministeriums vom 18.06.2021 sieht vor, dass in Ausnahmefällen (spezifische Impfkampagne für nicht ansässige Personen, schwer zu erreichende Personen), wenn der Nutzen einer einmaligen Verabreichung offensichtlich ist, der Impfstoff Johnson & Johnson auch an Personen unter 60 Jahren verabreicht werden kann.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 21.06.2021

[Covid-19-Impfung - Der Impfplan – wer wird wann geimpft?]

Soll man vor der Impfung einen Antikörpertest machen, um zu entscheiden, ob man sich impfen lassen soll?

Nein, das ist nicht vorgesehen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 12.01.2021