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[Impfung Covid-19 - Verfügbare Impfstoffe]

Was ist ein Vektorimpfstoff und wie wirkt er?

Der Vektor enthält Teile des abgeschwächten Virus. Der Vektorimpfstoff wird injiziert, der Körper erkennt das abgeschwächte Virus als Angreifer und beginnt dagegen Antikörper zu produzieren.

Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 10.02.2021

[Impfung Covid-19 - Verfügbare Impfstoffe]

Wie konnten diese Impfstoffe so schnell entwickelt werden?

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Einerseits stand viel Geld zur Verfügung. So konnten sehr viele Forscher parallel forschen und deshalb schneller einen Impfstoff entwickeln. Gleichzeitig muss bei anderen Impfstoffen üblicherweise gewartet werden, bis eine gewisse Anzahl an Menschen effektiv erkrankt, um den Impfstoff testen zu können. In einer Pandemie wie dieser, in der Menschen sich ständig infizieren, kann auch schneller getestet werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 05.02.2021

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]

Warum soll man sich impfen lassen?

Tatsächlich verläuft COVID-19 etwa bei Kindern und jungen Erwachsenen meist mild. Trotzdem kann es auch in dieser Altersklasse zu schweren Verläufen mit Krankenhausaufenthalt und manchmal auch langer intensivmedizinischer Behandlung kommen. Aber vor allem bei Personen ab 65 Jahren oder Erwachsenen mit Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, chronischer Herz- oder Lungenerkrankung, Krebs, immunsupprimierender Behandlung nimmt die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs zu. Außerdem kann heute noch niemand abschätzen, welche Langzeitfolgen eine Erkrankung mit Covid-19 - auch mit nur leichten Symptomen - haben kann. Die Hinweise verdichten sich, dass es sehr wohl langfristige gesundheitliche Schäden durch eine Covid-19-Erkrankung geben könnte.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 01.02.2021

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]

Wie wirksam sind die Impfstoffe 6 Monate nach Beendigung des Impfzyklus?

Das „Istituto superiore di sanità“ schätzt eine Impfung, die am 4. April (ab diesem Datum war es für alle möglich, sich impfen zu lassen) verabreicht wurde, zum Stand 24. November 2021 folgendermaßen ein:

6 Monate nach Beendigung des Impfzyklus sinkt die Wirkung in der Verhinderung der Infektion (symptomatisch oder asymptomatisch) von 72% auf 40% gegenüber Nicht-Geimpften. 
Der Schutz vor einer schweren Komplikation bleibt dennoch hoch, da ein abgeschlossener Impfzyklus zu 91% gegenüber Nicht-Geimpften schützt, nach 6 Monaten noch zu 81%
 
Quelle: Gesundheitsministerium, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 01.12.2021

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]

Ich bin mir bezüglich der Impfentscheidung unsicher. Was kann ich tun?

Akzeptieren Sie Ihre Zweifel voll und ganz. Diese anfängliche Unsicherheit bedeutet, dass etwas sehr wichtig ist und möglichst gut überlegt entschieden werden muss. Suchen Sie sich möglichst verlässliche Informationsquellen wie seriöse Zeitungen, öffentliche Rundfunk- und Fernsehnachrichten, Sendungen mit oder Beiträge von bekannten Wissenschaftlern. Sprechen Sie mit Personen, die Sie durch ihre Impferfahrung beraten können, sie können Ihnen genau erklären, welche Nebenwirkungen sie bemerkt haben. Bitte denken Sie daran: Nebenwirkungen spüren Sie vielleicht, den Schutz der Impfung spüren Sie nicht. Er kann aber Ihr Leben und das vieler anderer retten. Hilfe erhalten Sie auch unter der Webseite "Du bist nicht allein!".

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 12.04.2021

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]

Könnte diese Impfung auch Covid-19 auslösen?

Absolut nicht. Keiner der von AIFA genehmigten Impfstoffe kann Covid auslösen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 08.04.2022

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]

Verändert der Impfstoff die DNA?

Pfizer BioNTech und Moderna: Die Boten-RNA aus den Impfstoffen kann unser Erbgut nicht verändern, da dieses im Zellkern geschützt ist und die RNA nicht in den Zellkern eindringen kann. Es handelt sich also nicht um eine Gentherapie.
Vaxzevria (ex AstraZeneca): Auch dieser Vektorimpfstoff verändert menschliche Gene nicht. Der Träger (Vektor) enthält zwar DNA, aber er verfügt nicht über die nötigen Eigenschaften, um sich in menschliches Erbgut integrieren zu können.
Johnson & Johnson: Nein, dieser Impfstoff verändert die DNA in den menschlichen Chromosomen nicht. Die DNA des Vektors ist ein Adenovirus, welches so verändert wurde, dass es sich nicht in den menschlichen Zellen reproduzieren kann.
Nuvaxovid (Novavax): Nein. Im Vergleich zu den anderen ist Nuvaxovid ein proteinbasierter Impfstoff; eine Technologie, die bereits seit Jahren bekannt ist.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 08.04.2022

[Impfung Covid-19 - Ablauf]

Wie wird die Impfung verabreicht?

Pfizer BioNTech: Der Impfstoff muss zuerst verdünnt werden, sodass aus einer Gabe sechs Dosen werden.
Moderna: Der Impfstoff benötigt keine Verdünnung.
Vaxzevria (ex AstraZeneca) und Johnson & Johnson: Auch diese Impfstoffe brauchen keine Verdünnung.
Nuvaxovid (Novavax): Eine Durchstechflasche enthält zehn gebrauchsfertige Dosen, ohne dass sie verdünnt werden müssen. Nach dem Öffnen sind die Dosen 6 Stunden verwendbar.

Alle Impfstoffe werden durch eine Injektion in den Oberarm verabreicht.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 08.04.2022

[Impfung Covid-19 - Ablauf]

Wer führt die Impfung durch?

Die Verabreichung muss auf jeden Fall durch geschultes ärztliches und pflegerisches Personal erfolgen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 01.02.2021

[Impfung Covid-19 - Ablauf]

Was passiert mit den Impfdosen eines geöffneten Fläschchens, wenn vorgemerkte Personen nicht zum Impftermin erscheinen?

Zur Vermeidung der Verschwendung von Impfdosen werden diese am Ende des Tages, wenn sie nicht konservierbar sind, ausnahmsweise an Personen, die zu diesem Zeitpunkt anwesend sind, verimpft, immer auf der Grundlage der Prioritäten, wie sie vom nationalen Impfplan und nachfolgenden Empfehlungen vorgesehen sind. Das heißt, es können beispielsweise Personen geimpft werden, die in die gleiche Prioritätskategorie fallen bzw. zu Gruppen gehören, die auch bereits zur Impfung zugelassen sind.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 22.03.2021

[Impfung Covid-19 - Impfplan]

Wie oft muss geimpft werden?

Pfizer BioNtech: Man wird zweimal im Abstand von 21 Tagen geimpft. In besonderen Fällen kann bei der Anamnese der Abstand reduziert werden. Etwa eine Woche nach der zweiten Dosis ist der volle Impfschutz erreicht. 
Moderna: Man wird zweimal im Abstand von 28 Tagen geimpft. In besonderen Fällen kann bei der Anamnese der Abstand reduziert werden. Hier wird der volle Impfschutz zwei Wochen nach der zweiten Dosis erreicht.
Vaxzevria (ex AstraZeneca): Man wird zweimal im Abstand von 3 Monaten geimpft. Der volle Impfschutz ist zwei Wochen nach der zweiten Dosis erreicht. Personen unter 60 Jahren, denen die erste Impfdosis mit Vaxzevria verabreicht wurde, erhalten auf Grundlage des Rundschreibens des italienisches Gesundheitsministeriums vom 11.06.2021 die Zweitimpfung mit einem mRNA Impfstoff.
Johnson & Johnson: Es ist nur eine Impfdosis notwendig und der volle Impfschutz ist zwei Wochen nach der Impfung erreicht.
Nuvaxovid (Novavax): Derzeit sind nur zwei Dosen im Abstand von drei Wochen vorgesehen.

Da die Infektionszahlen steigen, ist eine Auffrischdosis (Booster) 4 Monate nach Beendigung des Impfzyklus sehr wichtig, auch für jene Personen, welche mit dem Impfstoff Janssen nur einmal geimpft wurden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 08.04.2022

[Impfung Covid-19 - Ablauf]

Wieso sind die Abstände zwischen den beiden Impfdosen je nach Impfung unterschiedlich?

Das hängt einerseits von der Art ab, wie der Körper auf die Impfung reagiert, und andererseits von den Studien. Die Hersteller haben ihren Impfstoff getestet und geben daraufhin die wirkungsvollste Vorgehensweise vor.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 05.02.2021

[Impfung Covid-19 - Ablauf]

Wenn man nach der ersten Dosis an Covid-19 erkrankt, erhält man noch eine zweite Dosis? Wie verhält es sich mit dem Green Pass?

Falls Sie sich nach einer Erstimpfung, für deren Abschluss zwei Impfdosen nötig sind, infiziert haben und die Infektion nach mehr als 14 Tagen nach der Verabreichung der Erstdosis erfolgt ist (es zählt das Datum des ersten positiven Tests), erhalten Sie die Bestätigung für den abgeschlossenen Zyklus zusammen mit dem Green Pass für Genesene.

Sollte die Infektion innerhalb von 14 Tagen nach der Erstdosis erfolgt sein, braucht es eine Zweitdosis, welche innerhalb von 180 Tagen nach der Infektion (es zählt das Datum des ersten positiven Tests) durchgeführt werden muss.

Quelle: Gesundheitsministerium, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 13.08.2021

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]

Wie lange hält der Impfschutz an?

Zum derzeitigen Stand weiß man nicht genau, wann der Impfschutz endet, es sind noch klinische Studien dazu im Laufen. Die meisten Studien zu den Impfstoffen sehen vor, dass Geimpfte für 2 Jahre überwacht werden, um weitere Informationen über die Schutzwirkung zu erhalten.

Bisherige Daten zeigen eine progressive Verminderung des Impfschutzes nach circa 5-6 Monaten ab dem Erstzyklus. Aus diesem Grund ist nach dieser Zeit auch die Auffrischimpfung vorgesehen. Zum heutigen Zeitpunkt müssen auch Geimpfte die Hygienemaßnahmen einhalten.  

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco; Stand: 01.12.2021

[Impfung Covid-19 - Impfplan]

Gibt es eine Impfpflicht?

Seit dem 8. Januar 2022 besteht eine Impfpflicht für alle, die mindestens 50 Jahre alt sind, bzw. bis zum 15. Juni 2022 das 50. Lebensjahr vollenden.

Für diejenigen, die in diese Altersgruppe fallen und vor dem Stichdatum 1. Februar 2022 noch nicht mit dem Erstimpfzyklus begonnen haben, oder ab dem 1. Februar 2022 die Abschlussdosis des Erstimpfzyklus (fristgerecht), bzw. die Auffrischungsdosis, nicht innerhalb der Gültigkeitsdauer des Green Passes durchgeführt haben, ist eine Geldstrafe in Höhe von 100 Euro vorgesehen.  

Öffentliche und private Bedienstete im Alter von 50 Jahren und mehr, benötigen ab dem 15. Februar 2022 und bis zum 15. Juni 2022 den Super Green Pass für den Zugang zu ihren Arbeitsplätzen.

Quelle: Gesundheitsministerium, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 08.04.2022