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EndometrioseEndometriose ist eine meist schmerzhafte, gutartige Wucherung der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter, von der viele Frauen betroffen sind. Es wird geschätzt, dass etwa 10% der Frauen im gebärfähigen Alter unter einer Endometriose leiden. Endometrioseherde können prinzipiell überall am Körper auftreten, am häufigsten befinden sie sich jedoch am Bauchfell und im kleinen Becken, auf den Haltebändern der Gebärmutter, auf den Eierstöcken, im Douglasraum (Vertiefung hinter der Gebärmutter). Endometriose verursacht je nach Lage der Herde und Ausprägungsgrad starke Schmerzen und / oder Unfruchtbarkeit. Endometriose ist eine proliferative Erkrankung, d.h. wenn man nichts dagegen unternimmt, breitet sie sich immer weiter aus. Die Endometrioseherde reagieren fast genauso auf die zyklischen hormonellen Veränderungen im Körper einer Frau wie in der Gebärmutter: sie werden auf- und abgebaut und bluten zyklisch.

In Europa sind zirka 14 Millionen Frauen an Endometriose erkrankt und leiden an deren Folgeerscheinungen. In Italien rechnet man mit drei Millionen erkrankten Frauen, laut Schätzungen wird weltweit mit 150 Millionen betroffenen Frauen gerechnet. Damit stellt diese Pathologie die zweithäufigste Erkrankung der Frau dar. Bis zur definitiven Diagnosestellung leiden die Patientinnen über Jahre unter den verschiedensten akuten und chronischen Schmerzzuständen dieser Erkrankung und an unerfülltem Kinderwunsch. In der Tat dauert es im Durchschnitt 4,7 Jahre bis sich die Frau an den Arzt wendet und weitere ca. 4,6 Jahre vergehen bis zur richtigen Diagnosestellung. Man schätzt den reinen wirtschaftlichen Schaden, welcher durch die entsprechenden Arbeitsausfälle in Europa jährlich anfällt. auf ca. 30 Milliarden Euro. Bei den Betroffenen handelt es sich meist um junge Frauen im reproduktionsfähigen Alter. Durch den chronischen Verlauf dieser Erkrankung kommt es häufig zu mehrfachen Operationen und praktisch in allen Fällen zu Schmerzen, welche wiederum anhaltende Arbeitsausfälle und Krankschreibungen nach sich ziehen. Weitere Folgen können Kinderlosigkeit, Partnerverlust, Einschränkung sozialer Kontakte und Missbrauch von Medikamenten sein. Von der Endometriose sind somit letztlich nicht nur die Erkrankten selbst, sondern durch deren Auswirkungen häufig auch ihr Umfeld betroffen. Gerade deshalb ist es wichtig, alles zu unternehmen, um eine frühzeitige Diagnostik herbeizuführen.

  1. Endometriose
  2. Selbsthilfegruppe Endometriose Südtirol
    Tel. 349 1 732 339 oder 339 1 925 540
    monatliche Treffen im Sozialsprengel St. Ulrich
    Broschüre der Selbsthilfegruppe: Endometriose (PDF 258 KB)
  3. www.endometriose-liga.eu/
  4. www.endometriose-sef.de
  5. www.endoassoc.it
  6. www.endometriosi.it

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