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Neurorehabilitation

Kontakte

Wissenschaftlicher Direktor: Ao.Univ.Prof. Dr. Leopold Saltuari
Primar UOC Rehabilitation Brixen-Sterzing: Dr. Wolfgang Nothdurfter
Direktor UOS Neurorehabilitation: Dr. Luca Sebastianelli
Koordinator Pflegebereich: Manuel Rigger
Koordinatorin Therapeuten: Silvia Mottin
Ärzte: Dr. Stephan Obletter, Dr. Emanuele Rastelli, Dr. Viviana Versace, Dr. Alessia Alibardi, Dr. Matteo Colombo
Neuropsychologen: Dr. Roland Keim (Verantwortlicher), Dr. Mirco Soda
Technikerin Neurophysiopathologie: Stefania Campostrini

Sekretariat: Gertraud Hochrainer
                    Tel. 0472 774 477, Fax 0472 774 459
Öffnungszeiten: MO – FR 09.00 – 12.00 Uhr

Abteilung: Tel. 0472 774 470

Besuchszeiten: Täglich von 14.00 – 20.00 Uhr


Ambulatorien

Die Ärzte der Abteilung betreuen folgende Ambulatorien:
Ambulatorium für Neurorehabilitation (Dienstag) Dr. Stephan Obletter
Ambulatorium für EEG (Montag) Dr. Matteo Colombo
Ambulatorium für EMG und Evozierte Potentiale (Dienstag und Donnerstag) Dr. Viviana Versace, Dr. Emanuele Rastelli
Ambulatorium für Neurologie (Mittwoch) Dr. Emanuele Rastelli
Ambulatorium für Botulinumtoxin-Behandlung (Mittwoch) Dr. Alessia Alibardi, Dr. Viviana Versace

Terminvormerkungen mit ärztlicher Verschreibung können telefonisch über die Vormerkstelle Vahrn (0472/250400) vorgenommen werden.


Über uns

Die Abteilung Neurorehabilitation am Krankenhaus Sterzing verfügt über 21 Betten, davon 6 für die subintensive Therapieeinheit und 15 für die regulären Aufenthalte und über 2 Betten für die Day-Hospital-Behandlung. Die Unterbringung auf der Neurorehabilitation ist hauptsächlich für Patienten mit schweren erworbenen Hirnschädigungen (Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall, Enzephalitis, zerebrale Hypoxie) mit hoher Komplexität in der ersten, frühen subakuten Phase reserviert. Je nach Verfügbarkeit können auch Patienten mit anderen neurologischen Krankheitsbildern berücksichtigt werden.

Die subintensive Neurorehabilitationseinheit widmet sich der frühzeitigen Betreuung der Patienten die aus dem kritischen Versorgungsbereich kommen (Patienten mit Trachealkanülen, manchmal mit der Notwendigkeit der Atemunterstützung mittels CPAP/ASB und mit Notwendigkeit der Überwachung der Vitalparameter in Telemetrie). Die Patienten im subintensiven Bereich werden einer multidisziplinären Intensivneurorehabilitations-Behandlung unterzogen (Stimulation der Wachsamkeit, Absetzen der Beatmung, Schlucktraining, Atemtraining, Mobilisierung und Vertikalisierung auch mittels Roboterhilfen).
Die Patienten der Abteilung erhalten täglich für 3 Stunden individuelle Neurorehabilitationsbehandlungen (einschließlich Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie) sowie Rehabilitationsbehandlungen vonseiten des Krankenpflegepersonals (wie „Basale Stimulation“). Die Abteilung verfügt über einen Armeo® Roboter für die Rehabilitation der oberen Extremitäten, einen Erigo® Roboter für die Vertikalisierung und einen Lokomat® Roboter für das Bewegungs-Gehtraining.

Alle Patienten der Abteilung werden multidisziplinär klinisch untersucht (neurologisch, physiatrisch, neuropsychologisch, internistisch) und falls indiziert, weiteren diagnostisch neuroradiologischen und neurophysiologischen Untersuchungen unterzogen.
Zu den spezialisierten Behandlungen, die vom medizinischen Personal angeboten werden, gehören:

  • Fibroendoskopische Schluckdiagnostik und Management des Patienten mit schwerer neurogener Dysphagie;
  • Untersuchung des Patienten mit erworbenem Hydrocephalus mittels Durchführung von spinaler Liquorpunktion mit invasiver Messung des Hirndrucks (Spinal Tap-Test) oder lumbale Liquordrainage über mehrere Tage hinweg mittels Spinalkatheter;
  • Instrumentelles Management des programmierbaren Ventils bei Patienten nach Implantation eines ventrikulo-peritonealen Shunts für die Ableitung des Liquors (VPS);
  • Durchführung von Tests mit intrathekalem Baclofen (einzelne Bolus-Gabe oder Anlage einer provisorischen externen Infusionspumpe für einige Tage) bei Patienten mit schwerer Spastizität und instrumentelles Management der Baclofen-Pumpen nach definitiver Implantation, mit der Möglichkeit einer Abänderung der Dosierung sowie der periodischen Nachfüllung der medikamentösen Substanz;
  • Behandlung von fokaler Spastik mit Botulinumtoxin, durch EMG / Elektrostimulations-geführte oder Eco-gesteuerte Infiltrationstechnik.
  • wöchentliche fachübergreifende (Neurorehabilitation – Neurochirurgie) Videokonferenzen mit dem Zentralkrankenhaus Bozen für ein interdisziplinäres Management des komplexen Patienten;
  • Periodische Untersuchung auf Abteilung der Patienten mit neurologischen Miktionsstörungen mittels Durchführung von Ultraschall- und Video-Urodynamik-Untersuchungen in Konsiliaruntersuchung durch einen Neuro-Urologen;
  • Elektrophysiologische Diagnostik mit Messung und Analyse der multimodalen evozierten Potentiale (MEP, SEP,BAERs, VEP, ERPs), des Blinkreflexes und anderer Reflexe des Gehirnstammes, Standard- und 24-Stunden-EEG, Elektroneurographie-Elektromyographie

 


Forschungstätigkeit

Seit dem Jahr 2015 wurden seitens der Forschungseinheit „Research Unit for Neurorehabilitation of South Tyrol“ unter der Leitung von Prof. Dr. Leopold Saltuari und in Zusammenarbeit mit anderen Instituten und Fachkräften für Neurologie (Prof. Dr. R. Nardone, Meran, Prof . Dr. hc M. Kofler, Hochzirl), Neurowissenschaften (Prof. M. Turatto, Cimec, Trento) und Neurorehabilitation (Hosp. Universität Verona, Hosp. Moriggia Pelascini, Gravedona) mehrere experimentelle Studien durchgeführt.
Die bisher untersuchten wissenschaftlichen Argumente waren: Sicherheit, Durchführbarkeit und Wirksamkeit von Robotern für die frühe Vertikalisierung bei Patienten mit schwerer Hirnverletzung, die Plastizität des motorischen Kortex bei Patienten mit Parkinson-Erkrankung oder bei traumatischen Rückenmarksverletzungen, die Gehirnkompensationsmechanismen nach einem Schlaganfall.
Es laufen aktuell Studien über die kortikale funktionelle Konnektivität bei Patienten mit Bewusstseinsstörung, über die Veränderung der Spastizität mit Lokomat® Bewegungs-Gehtraining und Studien über die Modulation von Hirnstamm- und Rückenmarkreflexen in gesunden Probanden unter verschiedenen experimentellen Bedingungen.

Für weitere Informationen: https://www.researchgate.net/lab/Research-Unit-for-Neurorehabilitation-of-South-Tyrol-Leopold-Saltuari