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Südtiroler Sanitätsbetrieb | 31.05.2019 | 13:59

Drei neue Primare im Gesundheitsbezirk Bruneck

In den letzten zwei Monaten wurden im Gesundheitsbezirk Bruneck drei neue Primare beauftragt. Herbert Hanni übernimmt die Leitung der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe der Krankenhäuser Bruneck und Innichen, Markus Huber wird Primar des Psychiatrischen Dienstes und Gregorio Rungger Primar der Abteilung Neurologie.

(v.l.n.r.) Michele Sommavilla (ärztl. Direktor KH Bruneck), Marco Pizzinini (Sanitätskoordinator), Walter Amhof, Florian Zerzer, Herbert Hanni, Markus Huber, Gregorio Rungger, Thomas Lanthaler, Thomas WidmannZoomansicht(v.l.n.r.) Michele Sommavilla (ärztl. Direktor KH Bruneck), Marco Pizzinini (Sanitätskoordinator), Walter Amhof, Florian Zerzer, Herbert Hanni, Markus Huber, Gregorio Rungger, Thomas Lanthaler, Thomas Widmann

Für den Gesundheitsbezirk Bruneck war es ein Tag der Freude. In Anwesenheit des Landesrates Thomas Widmann, des Generaldirektors Florian Zerzer und des Sanitätsdirektors Thomas Lanthaler konnte der Gesundheitsbezirk Bruneck die neuen Primare der Öffentlichkeit vorstellen. Bezirksdirektor Walter Amhof und Sanitätskoordinator Marco Pizzinini nahmen die Begrüßung vor. Sanitätsdirektor Lanthaler ging auf die Lebensläufe der neuen Diensteiter ein und hob besonders ihre beruflichen Qualifikationen hervor. Anschließend kamen die neuen Dienstleiter zu Wort und sie beschrieben ihre zukünftigen Vorstellungen und Visionen.

Herbert Hanni hat über 20 Jahre lang als Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus Bruneck gearbeitet und hat unter den Lehrmeistern Josef Huber, Bruno Engl und Martin Steinkasserer bereits an vielen Projekten zum Aufbau der Abteilung mitgearbeitet. Im Juli 2017 hat Hanni als Primar die Leitung der Gynäkologischen Abteilung von Brixen und Sterzing übernommen und kehrt mit 1. Juni wieder in den Gesundheitsbezirk Bruneck zurück. Zu seinem Aufgabenbereich gehören die Grundversorgung der gynäkologischen Erkrankungen, die Schwangerschaftsbetreuung und die Geburtenstation im Krankenhaus Bruneck. Ein besonderes Merkmal wird Hanni wieder in der Mamma-Chirurgie setzen, wo er durchaus gute fachliche Kenntnisse aufweisen kann, wie auch in der betriebsweiten Zusammenarbeit bei der Behandlung von onkologischen Patientinnen. Auch dem landesweiten Kompetenzzentrum für Reproduktionsmedizin soll weiterhin besondere Bedeutung geschenkt werden, wo sich Hanni unter anderem wünscht, dass dieses strukturell an die notwendigen Anforderungen angepasst werden kann. 

Markus Huber arbeitet schon seit 1998 als Psychiater im Gesundheitsbezirk Bruneck. Der über die Grenzen Brunecks bekannte Professor Hartmann Hinterhuber sowie Primar Josef Schwitzer haben ihn während seiner Facharztausbildung begleitet und ihm die Freude zur Psychiatrie beigebracht. Huber konnte sich schon früh durch sein Spezialgebiet in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, im Besonderen im Bereich ADHS-Störungen einen Namen machen. Als besonders wichtig und vorrangig erachtet Huber die Netzwerkarbeit zwischen Psychiatrie und Strukturen der Bezirksgemeinschaft Pustertal, wie z.B. dem Sägemüllerhof, dem Trayah, der Kinder und Jugendpsychiatrie der EOS- Sozialgenossenschaft Bruneck, den Seniorenheimen sowie mit den Angehörigen psychisch erkrankter Menschen, wie dem Verein Lichtung oder dem Verein Ariadne. 

 

Der gebürtige Gadertaler Gregorio Rungger hat seine Facharztausbildung an der Universität Innsbruck absolviert, wo er vor allem durch die Universitätsprofessoren Werner Poewe, Franz Gerstenbrand und Johann Willeit unterstützt wurde. Anschließend hat Rungger als Facharzt in das Krankenhaus Bruneck gewechselt, wo er mittlerweile bereits seit 20 Jahren tätig ist. Einen besonderen Erwerb hat sich er beim Aufbau der Spezialambulanzen, wie jener der Multiplen Sklerose, der Demenzambulanz und des Neurosonologischen Labors gemacht. Sein großer Einsatz gilt der Mitarbeit am interdisziplinären Projekt „Stroke Unit“, bei welchem durch die schnelle Behandlung für Patienten mit Schlaganfall oder Verdacht auf Schlaganfall, die Überlebungschancen verbessert bzw. die Folgeschäden vermieden werden können. Rungger arbeitet seit 1990 auch in der Organisation und Auswertung der „Bruneck Studie“ mit und unterstützt mit großer Freude das Projekt.

Sanitätsdirektor Lanthaler zeigte sich erfreut darüber, dass es gelungen ist, doch relativ rasch nach Pensionierung bzw. dem Wechsel der Primare in andere Gesundheitsbezirke die Abteilungen in Bruneck nachbesetzen zu können. „Hausbesetzungen werden grundsätzlich kritisch gesehen, sind aber in diesem Fall sicher die beste Wahl – ich bin froh, dass sich die Kollegen beworben haben. Und ich hoffe, dass hiermit erneut Abteilungen stabilisiert werden und eine Kontinuität in der Führung über Jahre gewährleistet ist, für Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Thomas Lanthaler.

Auch Generaldirektor Florian Zerzer schloss sich den Aussagen des Sanitätsdirektors an.   „Neurologie, Gynäkologie und Psychiatrischer Dienst sind drei bedeutsame Bereiche in Bruneck, und es freut mich, dass es uns gelungen ist, für die Leitung dieser wichtigen Abteilungen und Dienste fachlich kompetente und zukunftsorientierte Primare mit Visionen gefunden zu haben. Kompetenz und Qualität einer Organisationseinheit hängen mit deren Führung zusammen, und ich bin überzeugt, dass wir in diesem Fall die richtigen Personen gefunden haben.“

Informationen für die Medien: Abteilung Kommunikation, Marketing und Bürgeranliegen des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Tel. 0471 907153

(BE)



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