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Termine | 10.03.2022 | 09:21

Sicherheit in der Geburtshilfe

Die Geburt eines Kindes ist für alle Eltern ein ganz besonderer Moment. Damit sich werdende Mütter während der Schwangerschaft und unter der Geburt in Sicherheit fühlen können, kommt der spezifischen Weiterbildung im Sanitätsbetrieb eine besondere Rolle zu: So findet an zwei Tagen (11. und 12. März) in Bozen ein Fachkongress zur Sicherheit während der Schwangerschaft und Geburt (Schwangerschaft, Geburt und im Wochenbett) sowie zu schwierigen Kaiserschnittgeburten statt.

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Primar Martin Steinkasserer der gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung am Krankenhaus Bozen fasst es so zusammen: „Werdende Mütter sollen sich gut aufgehoben fühlen. Dies gilt für die Schwangerschaft, aber auch für ‚normale‘ und Kaiserschnittentbindungen. Gerade bei Letzteren gibt es doch unterschiedliche Situationen – manchmal liegt z.B. das Baby sehr tief oder es ist ein Notkaiserschnitt nach einer Reanimation notwendig. Das sind dann nicht ‚alltägliche‘ Operationen. Hier sind sehr viel Erfahrung und eine ständige Weiterbildung gefragt.“

Aus diesem Grund hat Steinkasserer, zusammen mit der langjährigen Gynäkologin Micaela Veneziano aus seinem Team, einen zweitägigen Fachkongress am Krankenhaus Bozen organisiert. „Besonders freut es mich, dass es uns gelungen ist, wirklich namhafte Koryphäen für diese Weiterbildung zu gewinnen – so wird neben anderen, bekannten nationalen Expertinnen und Experten auch der Direktor der Klinik für Geburtsmedizin an der Charité, Professor Wolfgang Henrich, unter den Vortragenden sein."

Der erste Tag des Kongresses, der 11. März, ist nach Fachreferaten am Vormittag nachmittags reserviert für praktische Übungen – abgehalten am Simulationszentrum der Fachhochschule für Gesundheitsberufe „Claudiana“ in Bozen. Es werden an Kunststoffmodellen schwierige Kaiserschnittgeburten gezeigt und geübt, auch der Primar der Neugeborenenintensivstation Bozen, Alex Staffler, wird dabei sein. Ein weiteres Thema auch die fruchtwassererhaltende Operationstechnik, welche am Krankenhaus Bozen bereits seit über 20 Jahren durchgeführt wird, diese wird an Tiermodellen gezeigt.

Der zweite Tag widmet sich wieder theoretischen Vorträgen zu Schwangerschaft und Geburt: Dabei reicht die Palette über epidemiologische Themen bis zu geburtshilflichen Empfehlungen für Migranten und Flüchtlinge, aber auch zu Corona in der Schwangerschaft, zum Umgang mit Polytraumen oder zur psychischen Gesundheit in der Schwangerschaft.

Generaldirektor Florian Zerzer dankt Primar Steinkasserer und seinem Team für seinen Einsatz, all diese Top-Referenten nach Südtirol zu bringen: „Ein so komplexes medizinisches Thema verlangt danach, auf höchstem Niveau behandelt zu werden. Gerade was die Sicherheit von Mutter und Kind anbelangt, ist jede investierte Stunde an Wissensaustausch Gold wert.“

Für Steinkasserer selbst ist dieser Kongress eine weitere Bestätigung seiner Arbeit: „Wir haben in den letzten Monaten sehr vieles gemeinsam gestemmt – von den vielen coronaerkrankten Schwangeren bis hin zum Ausfall eines Großteils des Personals, einmal wegen Corona, dann auch wegen der Suspendierungen, bis hin zum Umbau der Ambulatorien. Gerade letztere präsentieren sich jetzt modern und zeitgemäß, und ich danke allen, die diese enormen Anstrengungen mit uns geschultert haben.“ 

Presse-Informationen:
Abteilung Kommunikation, Südtiroler Sanitätsbetrieb

(SF)


Primar Martin Steinkasserer Zoomansicht Primar Martin Steinkasserer

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